Die Überschreitung des Großen Tröglers habe ich schön vorige Woche angeregt. Leider konnte ich meine Wanderfreunde dafür nicht begeistern. Genau deshalb habe ich mir vorsoglich eine zweite Woche reserviert um alle die Touren gehen zu können, die sich ich der ersten Woche nicht ausgehen.
Am Ausgangspunkt oberhalb der Garawaalm bin ich vor einigen Tagen mit Doris gestartet bei unserer Mairspitzentour. Heute bin ich auch nicht allein. Meinem Freund und oftmaligen Tourenpartner Herbert habe ich erzählt wie schön es im Stubaital ist. Er hat sich ein paar Tage freigenommen um mich auf ein paar meiner Wanderungen zu begleiten.
Beim Aufstieg versucht er sich als Kuhflüsterer als mehrere Jungrinder den Weg blockieren. Mit mäßigem Erfolg, weil wir trotzdem ins Steilgemüse ausweichen müssen um vorbeizukommen.
Nach der Steilstufe geht es flach weiter zur Sulzenaualm, die heute noch im Schatten liegt.
Ein sehr schöner Talschluss mit dem Wasserfall, oberhalb liegt die Sulzenauhütte.
Vorige Woche sind wir direkt zur Hütte aufgestiegen. Diesmal gehen wir näher zum Wasserfall hin.
Ganz nahe ...
Auch vom Wasserfall geht der Weg weiter zur ...
... Sulzenauhütte, wo heute etwas weniger betrieb ist. Wir verzichten auf eine Einkehr und gehen gleich weiter. Diesmal nach rechts zum Großen Trögler.
Der Bock ist nicht richtig begeistert von Herberts Annäherungsversuchen, sie scheinen ihn nicht zu interessieren.
Es wird anspruchsvoller. Ich bin froh über die Trittstufen und mich am Seil anhalten zu können.
Die gleiche Stelle von oben, Herbert kommt nach.
Auch diese schmale Querung ist gut versichert.
Die Blaue Lacke und dahinter der Sulzenaukogel.
Wilder Pfaff, Zuckerhütl und Aperer Pfaff
Diese wilden Gesellen, die hier ganz friedlich herumliegen haben wohl als Vorbild für die Klaubauf gedient.
Oben am Bergrücken wird der Weg einfacher. So ähnlich habe ich mir die Besteigung des Tröglers vorgestellt.
Es wird aber bald wieder anspuchsvoller, immer gut gesichert am Grat entlang.
Einige luftige Kraxelstellen müssen überwunden werden.
Kurz noch ausgesetzt über die Gratfelsen, ...
... dann ist das Gipfelkreuz auf dem großen Trögler, 2902 m hoch, erklommen.
Eine größere Gruppe macht sich auf den Weg nachdem wir ein Foto von ihnen gemacht haben. Sie steigen auf unserem Anstiegweg ab.
Wir haben den Gipfel kurz für uns allein. Trotz Gletscherrückgang ist der Sulzenauferner immer noch beeindruckend groß.
Die Ruderhofspitze im Norden zeigt ihre Felswände.
Der Abstiegweg zur Dresdner Hütte hat auch eine versicherte Stelle ist aber bedeutend einfacher als unser Aufstiegsweg.
Das Stubaitaler Schigebiet mit Seilbahn und Dresdner Hütte liegt vor uns.
Auf der Terrasse ist genug Platz. Ich hole mir eine Suppe und eine Hopfenkaltschale und stelle mich auf eine gemütliche Pause ein. Hier könnten wir mit der Seilbahn hinunterfahren und mit dem Bus zu unseren Ausgangspunkt zurückkehren.
Meine Pläne werden von Herbert verworfen. Er ist noch nicht ausgelastet und sucht nach einem weiteren Ziel. Der von mir vorgeschlagenen Egesengrat interessiert ihn nicht, er will baden, daher gehen wir wieder rauf um zum MUtterberger See zu kommen.
Wir müssen ziemlich weit runter bevor wir zum in der Senke links im Bild liegenden See aufsteigen können. Zum Glück geht der Weg nicht steil, sondern nur leicht verlaufend bergauf.
So kommt mein Tourenpartner doch noch zu seinem erfrischenden Bad im See auf 2483 m Höhe.
Beim Abstieg auf dem Weg durch die Hohe Grube.
Der breite Rücken leicht links der Bildmitte ist der überschrittene Große Trögler. Vor den höheren Gletscherbergen wirkt er richtig klein.
Ein Wasserfall stürzt von der Hohen Grube in die Kastäler hinab. Unser Abstiegweg ist steil und durchaus anspruchsvoll.
Immer fröhlich bleiben auch wenn der Weg sich zieht und die Füße schmerzen.
Bei der Talstation der Stubaitaler Gletscherbahnen hält Herbert Ausschau nach Autofahrern, die uns mitnehmen könnten. Ich versuche einen Fahrplan des Bussen zu finden, den wir auch benützen könnten. Da es aber auch nicht mehr darauf ankommt gehen wir zu Fuß zum Parkplatz beim Grawawasserfall.
Unsere heutige Tour auf der KOMPASS Karte Tirol eingezeichnet. Lt. GPS haben wir 20,2 km und ca. 1700 hm zurückgelegt. Heute sind wir fast 10 Stunden unterwegs gewesen (inkl. Pausen).