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Weglos durch die westlichen Wölzer Tauern

Erzherzog-Johann-Hütte, Winkleralm, Mahdfeld, Tischfeldspitze, 2268 m, Kammkarlspitz, 2248 m,
Schafdach, 2314 m, Seekar, Erzherzog-Johann-Hütte

In der Nacht hat es geregnet. Auch am morgen ist es noch feucht und nebelig. Der Wetterbericht spricht von wechselhaften Wetter. Das kann alles und nichts bedeuten. Nach der zweiten Übernachtung in der Erzherzog-Johann-Hütte bin ich nicht besonders gut ausgeschlafen. Eine Gruppe junger Leute hat bis halb drei gefeiert. Lustige Hüttenabende müssen wohl solange dauern. Ich frühstücke trotzdem um Sieben. Von den Partyleuten ist jetzt noch nichts zu hören oder zu sehen.

Gleich von der Hütte weg gehe ich um halb Acht zur nebenan gelegenen Winkleralm

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und weiter hinauf zur Mahdfeldhütte. Hier gehe ich weglos weiter über die Almflächen. Sehr nass und sumpfig sind die Wiesen.

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Den Graben umgehe ich weiter oben um dann in die Scharte östlich der Tischfeldspitze anzusteigen.
Natürlich stecke ich auch heute wieder im Nebel.

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Mit einem Stück Draht hat man ein Gipfelkreuz improvisiert. Aufgrund des Nebels und des Windes verzichte ich auf die Besteigung
der Unholdingspitze. Ich müsste ja den ganzen Weg auch wieder zurückgehen und sehen kann ich sie auch nicht.
Im Hintergrund sieht man meinen Weg zur, und die Kammkarlspitze, links.

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Die Kuppe dazwischen hat keinen mir bekannten Namen, aber trotzdem ein kleines Gipfelkreuz.

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Der Rückblick über den Grat zur Tischfeldspitze.

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Der grasige Kamm zur Kammkarlspitze ist leichter zu begehen als erwartet.

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Auch ein Gipfelkreuz und -buch gibt es. Auch wenn hier kein Weg und keine Markierungen sind, scheint dieser Kamm doch öfter begehen zu werden.

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Weiter gehts hier zum Schafdach. Oberhalb des Schneefeldes ist es steiler. Ob ich dort gehen kann? Ich überlege bis unterhalb
des Schneefeldes abzusteigen und dann erst wieder den Hang hinaufzusteigen.

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Beim Näherkommen sehe ich aber, dass es hier sogar einen Weg gibt. Ob der von Schafen oder von Wanderern ausgetreten wurde
ist nebensächlich. Wichtig ist dass man problemlos die Stelle passieren kann.

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Von dieser Stelle ein Blick zurück zum Gratverlauf und zur Kammkarlspitze.

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Wenn das auf dem Schafdachgipfel einmal ein Gipfelkreuz war, dann hat der Blitz eingeschlagen.
Auf der zerfetzten Stange hängt nur noch der Gipfelbuchbehälter. Nach Gewitter schaut es heute nicht aus, aber dunkle Wolken gibt es genug.

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Mein heutiges Ziel habe ich erreicht. Jetzt muss ich nur noch entscheiden wie ich wieder runterkomme.
Der Grat nach Südost zum Krautwasch ist mir deutlich zu steil, er schaut auch recht felsig und spitz aus von oben.

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Ich nehme daher den Grat nach Südwest, hier ist es nur ein Wiesengrat, gefahrlos zu begehen, wenn einem Steilgras nichts ausmacht.
So komme ich hinunter zum Seekar, wo ein paar Schafe weiden. Ich dachte schon das Schafdach ohne Schafe verlassen zu müssen.

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Vom Seeabfluss nach Westen. Das Deneck, mein Ziel vor zwei Tagen ist zu sehen.

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Ich quere den Hang jetzt nach Süden um den Weg, der von der Haseneckscharte herunter führt zu treffen.
Hier ist das Schafdach nochmal zu sehen. Nach rechts der, mir zu steile Gratabschnitt. Nach links ist es weniger steil.

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Irgendwo muss ich da runter. Unten ist die Sölkpassstraße zu sehen, dahinter das Deneck.
Als mir die Querung zu steil wird, steige ich direkt im Graben ab.

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Durch dichten Almrausch, Heidelbeer und Wacholderbewuchs geht es gerade hinunter. Als ich auch noch
einige Schwarzerlenbüsche bewältigt habe, finde ich den markierten Weg. Jetzt wird es leichter.

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In letzter Zeit hat es geregnet und geschneit. der Almweg von der Mahdfeldalm zur Erzherzog-Johann-Hütte ist dementspechend tief.
Den Kälbern scheint es aber nichts auszumachen.

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Manchmal rinnt sogar der Bach direkt über den Weg. Mir macht das auch nichts aus. So kann ich meine gatschigen Schuhe gleich wieder waschen.

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Am Ziel angekommen, unter mir liegt die Erzherzog-Johann-Hütte, rechts dahinter die Winkleralm.

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Trotz wechselhaften Wetter konnte ich alle geplanten Wanderungen machen. Es hätte auch schlechter kommen können.
Zur Erläuterung meines zurückgelegten Weges, auch hier wieder die Wegskizze auf der KOMPASS-Karte Steiermark.
Viel Spaß beim Nachwandern.

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