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Hans Kammerlanders Trainings-Dreitausender
Ahornach, Großer Moosstock, 3059 m, Ahornach

Endlich ist das Wetter gut genug für einen höheren Gipfel. Diesmal habe ich mir einen sehr prominenten ausgesucht. Oberhalb von Sand in Taufers liegt Hans Kammerlanders Geburts- und Wohnort Ahornach. Der Moosstock war sein erster Dreitausender als 8jähriger. Danach hat er den Moosstock als Trainingsberg für seine Touren auf die höchsten Berge der Welt genutzt, wobei er bei guter Form für den Aufstieg von Ahornach zum Gipfel nur etwas mehr als eine Stunde benötigt hat. Quelle: Wiki

Man fährt durch Ahornach durch und auf der schmalen Bergstraße bis knapp vor dem Hof Gasteiger. Da gibt es einen großen Parkplatz (gratis). Gleich nach der Kurve leiten die Wegweiser steil hinauf in den Wald. Hier sieht man noch die Dächer vom Gasteiger und die Gipfel auf der südlichen Seite des Reintals (u.a. Große und Kleine Windschar und Wasserfallspitz).

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Ein sehr schön angelegter Steinplattenweg duch den Hochwald bringt mich rasch höher. Die Eierschwammerl ignoriere ich noch. Auf dem Heimweg werde ich sie ernten. Hier komme ich schon ins Almgebiet und zu den ersten Schlafhäusern.

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Beim obersten Schlafhaus kommt mir ein Wanderer entgegen. Er war schon auf dem Gipfel, ich habe gerade ein Drittel des Austieges geschafft.

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Es geht über schönes Almgebiet, aber immer kompromisslos, gleichmäßig steil nach oben. Langsam wird das Gelände felsiger.

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Dieser kecke Spitz müsste der Zintnock sein. Der herüberziehende Grat schaut für mich unbezwingbar aus. An einer Stelle weiter rechts muss man aber drüber um zum Sattel über dem Moosstocksee zu gelangen. Kurz leiste ich mir einen Versteiger. Ich gehe auf Schotter zu einem kleinen Sattel hinauf, wo es nicht weitergeht. Nach einer kurzen Beruhigungspause steige ich ab und finde sofort den richtigen Weg. Man muss nur den Markierungen folgen, auch wenn sie scheinbar direkt nach oben in die Felsen leiten.

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Damit habe ich die versicherten Stellen erreicht. Hier ginge es ja noch ohne die Seile weiter.

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Bei diesen steilen, glatten Platten bin ich aber heilfroh was zum Anhalten zu haben, vor allem später im Abstieg.

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Danach ist es wieder leichter. Zwar ist die Blockkraxelei mühsam und zeitraubend, aber zum Glück nicht besonders luftig. Ein Blick zu den bekannten Gipfeln des Zillertaler Hauptkammes tut sich auf. Großer Möseler, Schwarzenstein biz zum Großen Löffler und unzählige andere.

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Moosstocksee, Schwarzsee und ein paar andere liegen schon unter mir.

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Vor mir steilt sich der Grat immer mehr auf. Ich bin froh über die vielen Markierungen. Mir ist nicht immer klar ob die Blöcke rechts oder links umgangen werden sollen, oder doch oben drüber. Mit Hilfe der Markierungen komme ich doch immer weiter. In meinem Rother Wanderbuch ist die Tour mit SG1+ bewertet. Na mehr sollte es für mich auch nicht sein!

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Dieser Pfeil zeigt in beide Richtungen. Wohin jetzt? Nach kurzem Überlegen komme ich drauf, wie das gemeint ist. Nach links herum geht der Aufstieg weiter, nach rechts ist eine Abzweigung direkt über den Südgrat nach Rein in Taufers hinunter.

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Konzentriert suche und finde ich über neben und zwischen den Blöcken meinen Weg zum überraschend geräumigen Gipfel.

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Hochgall, Wildgall, Schneebiger Nock im Osten.

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Im Norden und ganz nahe ist der höchste Gipfel der Gruppe, das Durreck.

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Die Wolken schauen dramatischer aus, als sie sind. Gewittergefahr ist niedrig und die Aussicht trotzdem gut.

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Einmal noch ein Blick zum Hochgall ...

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... dann schaue ich wieder hinab ins Ahrntal. Sand in Taufers ist vom Hang verdeckt. Man sieht Mühlen, am Beginn des Mühlwaldertals, aber auch das auf einer Wiesenterrasse liegende Ahornach. Rechts sind die Lifte und Pisten bei der Michlreiseralm zu erkennen.

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Ich bleibe auch beim Abstieg nahe am Grat und immer in der Nähe der Markierungen. Links oberhalb des Moosstocksees ist dann die Steilstufe mit den Drahtseilen, da gehts nach links hinunter.

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Aber vorher noch ein Blick hinauf zum Gipfel mit seinem blockigen SW-Grat.

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Um ein paar Steine herum komme ich wieder zu den Platten.

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Dank des Seiles komme ich auch hier heil hinunter. Danach sind die Schwierigkeiten vorbei.

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Ein langer Weg noch über Almgebiet zum Schlafhaus, dessen Dach bereits nachgegeben hat. Die anderen Hütten weiter unten sind noch besser in Ordnung und werden wohl auch noch genutzt. Ich habe noch 500 hm durch den Wald runter, wo ich noch die Eierschwammerl brocke und später zum Trocknen herrichte. Frisch kochen kann ich sie leider nicht, in meinem Zimmer in Kematen.

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Meine Strecke auf der KOMPASS Karte Südtirol eingezeichnet. Auf 10,8 km Länge habe ich 1470 hm zurückgelegt. Für den Aufstieg habe ich 4 Stunden gebraucht, für den Abstieg ca. 3 Stunden.

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