Auf den Wachterboden wurde ich aufmerksam gemacht, weil er in meiner Tausenderliste fehlt. Aber ist das wirklich ein Gipfel? Dieser Frage bin ich heute nachgegangen. Westlich vom Hochkar steht der Name Wachterboden in den Karten. Direkt an der Grenze zwischen Steiermark und Niederösterreich liegt dort eine Wiese. Diese ist imho der Wachterboden. Ostlich davon gibt es einen Gipfel mit der Kote 1450 m. Den könnte man durchaus als höchsten Punkt des Wachterbodens bezeichnen.
Der Schibetrieb am Hochkar ist längst eingestellt. Ohne Schnee machen die Pisten, wie überall einen traurigen Eindruck.
Nur wenn man genauer hinschaut, kann man sich an den Primeln erfreuen.
Als ich weggegangen bin, hat es leicht geregnet. Auf dem Scheinecksattel hört es schon wieder auf. Hier gibt es einen unmarkierten Steig, der den Nordhang des Hochkars bis hinüber zum Wachterboden quert. Auf dem Schöfsteinkogel war ich heuer schon. Das ist das kahle Gipferl, unten am Hang, der über den Platschboden auf den Schwarzkogel führt.
Anfangs ist der Steig gut erkennbar und auch gut zu begehen. Dann wird er immer undeutlicher, auch Schnee liegt noch am durch den Regen schon nassen Hang. Mir erscheint die Querung hier zu riskant. Ich drehe um.
Der Falken liegt bereits in der Steiermark. Rechts dahinter der Gamsstein genau an der Grenze.
Ich gehe zurück zum Scheinecksattel und weiter über den Schwarzkogel, den ich im Februar von dieser Seite erstiegen habe.
Der Hang schaut ohne Schnee nicht so gut aus wie damals. Überall liegen Steine und Äste herum.
Weiter hinunter zum Platschboden. Das ist auch so ein Grenzfall. Eigentlich ist mit dem Namen der Boden bezeichnet und kein Gipfel.
Es gibt aber ein kleines Gipferl mit einem Vermessungstein und der Kote 1320 gleich daneben. Damit ist er als Gipfel qualifiziert.
Hier kann ich links hinunter auf die Forststraße, die zum Wachterboden führt. Gegenüber liegt der Zinken, die höchste Erhebung des Scheibenbergs. Das Z ist weder von Zorro, noch steht es für den Namen, es sind einfach zwei Serpentinen der Straße.
Hier bin ich schon am Wachterboden. Leider beginnt es wieder zu regnen, sonst wäre das ein schöner Lagerplatz.
Von Westen kommen noch einige schwarze Wolken nach.
Auf dem mit 1450 m vermessenen Gipfel. Hinter mir das Hochkar, bzw. sein Gipfel.
Ich hatte schon überlegt, über diesen Grat zum Hochkargipfel aufzusteigen. Angesichts der Latschen lasse ich den Plan wieder fallen.
Ich wende mich nach Westen und gehe über den Wachterboden und einen unbenannten? Zwischengipfel auf den Falken (links im Bild).
Der ist zwar schon ein kompletter Steirer. Das ist aber kein Grund ihn nicht zu besteigen. Immerhin gibt es einen Vermessungsstein.
Seidelbast am Gipfelplateau des Falken.
Dann gehe ich auf der Straße wieder zurück zum Platschboden und am Schwarzkogel vorbei zum Hochkar-Parkplatz.
Manchmal kommt jetzt sogar ein wenig Sonne raus. Ganz hinten erkenne ich das Gamssteineck, den Hochkogel und den Gipfel mit dem Kreuz am Gamsstein. Rechts dahinter schaut die Stumpfmauer hervor. Der breite dunkle Rücken ist der Scheibenberg mit dem Scheibenbergkogel und dem Zinken mit dem "Z"
Sehr freundlich und besten Dank. Ich bin gut heimgekommen. Ob ich bald wieder herkomme, bezweifle ich allerdings.
Für meine Wanderungen suche ich eher Gebiete ohne Lift und Bergstraßen.
Hier auf der KOMPASS Karte Niederösterreich habe ich, wie immer, meinen zurückgelegten Weg eingezeichnet.