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Ungeplant auf's Deneck und auf's Nageleck
Kreuzerhütte, Katschbachtal, Stampferhütte, Schusterbichl, Gschrött, Deneck, 2433 m, Etrachböden, Nageleck, 2155 m, Kreuzerhütte

Eine genaue Planung ist sehr wichtig für die erfolgreiche Durchführung einer Bergtour und die sichere Heimkehr. Wenn ein markierter Weg zum Gipfel führt ist es einfach. Das steht in Büchern und auch im Netz findet man viele Berichte. Anders schaut es bei Gipfeln aus die keinen Weg aufweisen. Solche Gipfel kennen oft nicht einmal die Einheimischen. Für manche Wanderer sind diese Gipfel ohne Kreuz und Weg wenig interessant, daher trifft man auch selten andere Bergsteiger. Gerade deshalb sind diese Gipfel für mich sehr besteigenswert. Für heute habe ich mir vorgenommen die Breitmodl zu besteigen. Den Gipfel habe ich mir schon vom Deneck und vom Eisenhut aus angesehen. Über den breiten Rücken von Süden oder von der Dürrmooshöhe müsste der einfach zu erreichen sein.

Ich beginne meine Tour bei der Kreuzerhütte unterhalb des Sölkpasses und gehe in das Katschbachtal hinein. Es sind 4 Stunden angeschrieben bis zur Günsterscharte. Dort will ich aber eh nicht hin. Links hinten ist mein geplantes Ziel, die Breitmodl, rechts im Bild das doppelgipfelige Nageleck.

Deneck

Auch hier haben die Unwetter die Landschaft neu gestaltet. Die Straße ist neu gerichtet, aber auf dem Tor wird von einem bösen Stier gewarnt. Heißt das jetzt dass ich umdrehen soll?

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Hier bin ich schon nach rechts abgebogen und gehe hinauf zur Stampferhütte. Der Spitz in der Bildmitte dürfte der Sauofen sein.

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Bei der Stampferhütte endet der Weg. Vor mir sehe ich den Rücken, über den ich aufsteigen wollte. Eigentlich müsste ich jetzt wieder etwas runtergehen um dort hin zu kommen. Dazwischen weiden Rinder, ob da auch der böse Stier dabei ist?

Deneck

Andererseits gefällt es mir hier besser einfach weiter hinauf zu wandern.

Deneck

Noch mal schaue ich hinüber zum Südrücken der Breitmodl. Das schaut einfach aus. Wenn ich hinten irgendwo hinaufkomme, könnte ich da vielleicht runtergehen und muss nicht den gleichen Weg zurück?

Deneck

Da rechts hinauf könnte ich auf die Etrachböden gelangen. Ich gehe aber ganz nach hinten ins Gschrött um mir den Übergang zwischen Breitmodl und Deneck anzusehen.

Deneck

Bei den Blümchen (Goldrute, Greiskraut?) muss ich natürlich kurz pausieren. Ein Foto und was trinken, dann gehts weiter.

Deneck

Auch als Vordergrund eines Bergbildes sehen Blümchen, wie diese Alant-Blüten gut aus.

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Ich gehe auf diesen Felsbuckel, rechts im Bild zu. Das müsste der Schusterbichl sein, der ohne genaue Ortsbestimmung in der Karte steht.

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Nach links erkenne ich dass ein Aufstieg auf die Breitmodl hier wohl schwierig bis gefährlich sein könnte.

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Auch in der Senke zwischen Breitmodl und Deneck werde ich wohl nicht hinaufkommen.

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Aber hier nach rechts ist eine schöne, grüne Rampe. Wie für mich gemacht, ohne Klettern und nicht ausgesetzt. Allerdings komme ich da auf's Deneck und nicht auf den geplanten Gipfel. Was sollst? Die Modl steht noch länger hier, gehe ich halt wieder mal aufs Deneck.

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Es ist steil, aber einfach. Ich gehe einfach hinauf bis ich kurz vor dem Gipfel auf den Weg treffe.

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Einige Wanderer sind schon abgestiegen. Die anderen haben es sich dankenswerterweise abseits vom Kreuz gemütlich gemacht. So kann ich in Ruhe Fotos und Enspannungsübungen machen.

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Ein Blick nach unten zur Sölkpassstraße. Davor sind die Kaltenbachseen, über die der Normalweg hinunter geht. Links kann man noch den Schafspitz überschreiten. Rechts ist das Nageleck und nach dem Pass sehe ich den Grat von der Hornfeldspitze zur Narrenspitze. In der Mitte ganz hinten sind der Hochstubofen, die Rettelkirchspitze und der Greim zu erkennen.

Deneck

Hier könnte man noch zu den nahen Nebengipfeln hinübergehen. Ich war schon mal drüben, heute verzichte ich darauf.

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Auf dem markierten Weg gehe ich hinunter und mache noch einen Abstecher auf den Schafspitz.

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Hier schaue ich mir noch mal die Breitmodl an. Irgendwann werde ich da wohl auch hinauffinden.

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Auf dem Schafspitz gibt es einen Steinmann und ein Gipfelbuch - und einen schönen Rückblick zum Deneck.

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Jetzt schlendere ich gemütlich über die flachen Etrachböden und schaue auf den Kamm vom Eisenhut über den Schöderkogel zum Sauofen.

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Ich ziele jetzt den Grat zum Nageleck an. Da bin ich schon mal herüber gekommen. Ich weiß dass es teilweise felsig ist. Ich kann mich auch erinnern dass ich eine Stelle die ich nicht abklettern konnte im Steilgras umgangen bin.

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Die Wiesen sind überseht mit den winzigen Blüten des Augentrost.

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Es gibt Steigspuren hinauf auf den Vorgipfel. Sie führen geschickt zwischen den Felsen hindurch.

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Das ist erst der Vorgipfel, der Hauptgipfel ist links im Bild. Leichte Kraxeleien sind auch hier schon notwendig.

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Hinter dem Kaltenbachsee sieht man den Wanderweg vom Deneck zur Sölkpass-Straße.

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Hinter mir bleibt das Deneck zurück.

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Das Nageleck liegt vor mir, schaut einfach aus, aber ...

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... da ist die Stelle, die für Kletterer ganz einfach ist, für mich aber schwierig. Ich umgehe sie wieder am Steilhang. Das ist wahrscheinlich anstrengender und auch gefährlicher als das mittige Überklettern.

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Auf dem Gipfel angekommen sehe ich mittig das Schafdach vor mir. Ein schöne Wiesenberg für mich. Für Schitourengeher ist er im Winter interessanter. Ich war einmal oben und jetzt nehme ich mir vor das bald wieder mal zu tun.

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Auf dem Hochstubofen war ich schon lange nicht. Weiter rechts die Rettelkirchspitze und die Hornfeldspitze.

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Heute wende ich mich nach Süden und steige über diesen Hang ab. Mein Auto steht ja unten bei der Kreuzerhütte.

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Dieser Hang gefällt mir. Nicht zu steil sind die Wiesen und hier blühen sehr viele von den Pannonischen Enzianen.

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Ein Blick zurück zu den beiden Gipfeln des Nagelecks.

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Dann finde ich diesen Kopf und daneben das ganze abgenagte Skelett einer Kuh. Ich nehme es halt an, denn für eine Gams oder einen Hirsch ist es einfach zu groß. Ungefähr hier hätte ich zur Straße hinübergehen sollen. Ich habe es direkt neben dem Bach hinunter probiert und kam in unangenehmes Steilgelände. In den Farnen bin ich bis zur Brust versunken. Da sieht man beim Hinuntersteigen nicht ob man hinsteigen kann oder ob ein Loch darunter ist. Sehr mühsam kämpfe ich mich hinunter.

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Ich freue mich als ich auf eine Forststraße treffe und bald darauf zu meinem Auto bei der Kreuzerhütte komme.

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Meine heutige Wanderung auf der KOMPASS Karte Steiermark eingezeichnet. Ich bin 13,5 km weit gegangen,
habe 1100 hm bewältigt und dafür 8 Stunden inklusive Pausen benötigt.

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