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Pfunderer Höhenweg, Edelrauthütte bis Brixnerhütte
Edelrauthütte, Gaisscharte, Dannelscharte, Kellerscharte, Weitenbergsee, Weitenbergalm, Steinkarscharte, Brixner Hütte

Nach dem gestrigen Abstecher zum Hochfeiler gehe ich heute weiter auf dem Pfunderer Höhenweg. Diesmal steht die Etappe von der Edelrauthütte zur Brixner Hütte bevor. Es ist kein hoher Gipfel, dafür sind vier Scharten zu überqueren. Diese Etappe ist lang und mühsam, deshalb wird in vielen Beschreibungen darauf hingewiesen, dass man sie mit einer Übernachtung im Brenninger-Biwak auch auf zwei Tage aufteilen kann. Wolfgang bezeichnet dieses Teilstück des Höhenweges auch als Königsetappe. Genau diese Etappe habe ich vor zwei Jahren wetterbedingt ausgelassen. Heute hole ich das Versäumte nach, allerdings entgegen der üblichen Gehrichtung.

Sonnenaufgang bei der Edelrauthütte. Die Wolken sorgen für eine wundervolle Stimmung. Sie zeigen aber auch, dass das Wetter langsam schlechter wird. Das konnte ich in den letzten drei Tagen schön beobachten. War es anfangs wolkenlos, sind dann die ersten Wolken am Abend aufgetaucht. Jetzt gibt es sogar schon morgens Wolken. Beunruhigend ist das noch nicht. Laut Wetterbericht soll es noch genau die zwei Tage schön und trocken bleiben, die ich für meine Tour noch brauche.

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Sonne und Wolken beleuchten die Szenerie fast gespenstisch schön, als ich kurz nach sieben Uhr zu meiner Wanderung aufbreche.

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Fasziniert bin ich auch davon, wie schnell sich alles ändert. Ein Blick zurück zur Edelrauthütte am Eisbgruggjoch. Das Rot der Wolken ist weg, jetzt dominiert das Blau-Weiß.

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Wieder nur ein paar Minuten später. Hinter der Hütte tauchen Berge auf und die Wolken schauen komplett anders aus als noch gerade eben.

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Jetzt wird es aber Zeit den Blick nach vorne zu richten. Die Gipfel des Hochwart werden südlich umgangen. Es gibt ausreichend Markierungen, aber nicht immer einen Weg. Ständig muss ich über Blöcke turnen.

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Die Schlüsselstelle des gesamten Höhenweges, also die Gaisscharte kommt näher. Davon habe ich verschiedene Beschreibungen gelesen. Hier im Riß in der Bildmitte geht es nach oben.

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Unmissverständlich zeigen die runden Markierungen des Pfunderer Höhenweges an, dass man hier richtig ist. Ich habe auch deshalb diese Gehrichtung gewählt, weil ich hier lieber hinaufkraxle als von oben herunter. Außerdem ist es mir lieber, diese Stelle gleich am Beginn des Tages zu haben, als am Ende wenn ich schon müde bin.

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Ein gutes, vertrauenerweckendes Drahtseil gibt die nötige Sicherheit. Ich kann mich gut daran hochziehen. Einge Trittstifte helfen dort, wo es nötig ist.

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Mit Kraft und Adrenalin habe ich die 25-30 m bald geschafft. Noch durch diese enge Spalte, hier schon im Rückblick.

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Die Gehrichtung ist gut gewählt, sonst müsste ich hier durch und mich an der Kette ins Ungewisse runterlassen. Von oben sieht man nicht so gut, wo man hinsteigen kann.

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Auf der anderen Seite geht es zwar steil und blockig hinunter, aber dann wird der Weg besser. Immer mehr grüne Wiesen treten hervor. In der Bildmitte sehe ich die Dannelscharte, die sollte einges leichter sein. Dahinter sind bekannte Gipfel ...

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... hier gezoomt Wurmaulspitze, Blickenspitz und die doppeltgipfelige Wilde Kreuzspitze.

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Vorerst gilt es die steilen Bergwiesen zu queren. Die Einheimischen schauen mir etwas verwundert dabei zu.

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Typisch für die Pfunderer Berge. Spitze Zackenkämme und steile Flanken, dazwischen wunderbar wanderbare Almwiesen.

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Die Dannelscharte und später auch die Kellerscharte sind einfach auf dem Wiesenweg zu überqueren. In der Bildmitte dominiert die Wurmaulspitze, rechts davon der Eselskopf. Noch weiter rechts ist dann die Steinkarscharte, die ich heute noch überqueren muss um zur Brixner Hütte zu kommen.

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Links der Wurmaulspitze sorgen die Wolken über den Felszacken für interessante Ansichten. Mich interessiert hier vor allem, die Schotterrinne dazwischen. Das ist der Abstieg vom Joch in der Enge, den ich für morgen geplant habe.

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Oberhalb der Engbergalm hatte ich geplant über den Weg Nr. 20 einen kleinen Umweg über den Grindlbergsee zu machen. Dort habe ich die Abzweigung verpasst. Nach der Kellerscharte komme ich doch noch zu einer Abzweigung, wo der Weg zum Grindlbergsee angeschrieben ist. Der Akku meine GPS ist fast leer, ich kann das Gerät nur ab und zu einschalten. Außerdem ist die Speicherkarte mit der Topo Südtirol noch zuhause. Im Gerät befindet sich nur die Topo Österreich, die mir hier leider nicht hilft.

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Ich folge dem Weg und komme zu einem See, von dem ich glaube dass es der Grindlbergsee ist. Hier gibt es ein dringend notwendiges, aber sehr erfrischendes kurzes Vollbad. Erst zuhaus erkenne ich dass ich hier im Weitenbergsee gebadet habe.

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An einer kleinen Lacke vorbei gehe ich jetzt hinunter zur Weitenbergalm.

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Interessante Farben im flachen Schwemmland der Alm. Hier kommen mir ein paar Radlfahrer entgegen. Die kommen vom Pfunderer Joch. Ich verpasse fast die Abzweigung, die mich hinüber zur Steinkarscharte bringen soll.

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Über einen grasigen Rücken hinüber ins Nebental. Hier kann ich meinen letzten Anstieg des Tages schon sehen. Meine Rückenmuskeln sind vom schweren Rucksack tragen verspannt. Immer wieder mache ich kurz Pause, trinke einen Schluck Wasser und lege mich flach hin um den Rücken zu entspannen.

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Der Anstieg ist steil aber einfach. Beruhigend ist auch das ich diesen Weg schon kenne. Da bin ich vor zwei Jahren bei deutlich schlechterem Wetter nach Dun abgestigen. Heute zieht nur eine kleine Regenwolke vorbei. Es bleibt bei ein paar Tropfen, dahinter ist es wieder schön.

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Gezoomt sind wieder einige bekannt Gipfel zu sehen. Am Vortag war es da drüben noch fast wolkenlos.

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Auf der Steinkarscharte, wieder eine kleine Pause und das beruhigende Gefühl, dass es nur noch abwärts geht.

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Einmal noch Rucksackabnehmen beim Denkmal für Dr. Hugo Gamper. Der südtiroler Politiker ist im Alter von nur 45 Jahren bei einer Bergwanderung einem Herzversagen erlegen.

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Die Wiesen der Pfannealm mit den Felszacken dahinter haben mir bei jedem meiner Besuche gut gefallen. Heute bin ich zum dritten Mal hier.

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Besonders gut gefällt mir heute der Anblick der nahen Brixner Hütte. Da fühlte ich mich immer gut aufgehoben. Freundliche Wirtin, gutes Essen, moderate Preise, ein gemütliches Lager und bei meinen Besuchen nie überfüllt. Eine oder mehrere Übernachtungen auf der Brixner Hütte kann ich nur empfehlen.

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Die Wegweiser in der Nähe der Hütte hat man manuell überarbeitet. Nicht nur die italienischen Bezeichnungen sind dazugeschrieben worden, auch die ursprüngliche Gehzeit von 6h 20 min zur Edelrauthütte wurden auf realistische 9 Stunden korrigiert. Dieser Abschnitt des Höhenweges ist ohne Zweifel ein sehr schöner, für mich bleibt aber der Weg von der Simile-Mahdalm, mit Überschreitung der Wilden Kreuzspitze und dem Bonusgipfel Wurmaulspitze am Abend die Königsetappe.

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Meine Strecke auf der KOMPASS Karte Südtirol eingezeichnet. Da ich mein GPS-Gerät nur ab und zu eingeschaltet habe, sind Teile des Tracks manuell eingezeichnet. Genau sind daher auch die Weglänge und Höhenmeter nicht gemessen. Ungefähr 15 km und 1100 m rauf, sowie 1350 m hinunter werden es schon gewesen sein. Dazu habe ich ohne größere, aber mit vielen kleinen Pausen 8:20 Stunden benötigt.

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